Wir machen schon mal weiter

Kampagne für Inklusionsunternehmen – die Insiva ist dabei

Das Integrationsamt des Kommunalverbands für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) hat am 1. März eine Kampagne für Inklusionsunternehmen in mehreren Städten im Land gestartet. Mit Plakaten und einem Film auf der Kampagnen-Webseite unterstützt auch die Insiva die Aktion.

3.800 Essen pro Tag? Für Marc Schneider und das ganze Team in der Insiva-Großküche in Reutlingen kein Problem. Da bringt auch eine Kamera, die Marc Schneider an einem Arbeitstag über die Schulter schaut, keine Unruhe in die Abläufe. Die Aufnahmen werden für die Imagekampagne des KVJS-Integrationsamtes gemacht, die zwischen März und Juni mit dem Slogan „Weil gemeinsam mehr draus wird“ auf Bussen und Plakaten Inklusionsunternehmen bekannter machen soll.

Im Fokus steht dabei die besondere Leistung von Inklusionsunternehmen. Mit einem Anteil von 25 bis 50 Prozent schwerbehinderten Mitarbeitern – bei der Insiva sind es über 40 Prozent – sorgen sie nicht nur für die dringend benötigten Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. Gleichzeitig agieren sie wirtschaftlich erfolgreich im Markt: Die rund 80 Inklusionsunternehmen Baden-Württembergs erzielen jährlich einen Umsatz von 161 Millionen Euro. „Das Wertschöpfungsverständnis bei Inklusionsfirmen geht über eine rein ökonomische Betrachtung hinaus“, erklärt Bernhard Pflaum, zuständig für Inklusionsunternehmen beim KVJS-Integrationsamt.

Der KVJS stellt Inklusionsunternehmen für eigene Werbeaktionen im Rahmen der Kampagne eine Fördersumme von 2.500 Euro zur Verfügung. Die Insiva nutzt das Geld für eigene Plakate mit dem Slogan „Pflegen Sie Ihre Vorurteile, ich mach schon mal weiter“. Neben dem Motiv mit Marc Schneider wird es auch aus den beiden anderen Geschäftsbereichen, „Garten, Landschaft, Umwelt“ und „Elektrotechnische Dienstleistungen“ Aushänge geben. „Mit unseren Plakaten wollen wir die Leistungen unserer Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellen, die vielen Menschen gar nicht bewusst ist“ sagt Joachim Kiefer, Geschäftsführer der Insiva GmbH.

Ohne Kamera erledigt Marc Schneider seine Arbeit selbstverständlich nicht weniger gewissenhaft. Seine Leistung ist dabei keine Einbahnbahnstraße: „Ich bin flexibler und selbstbewusster geworden“, sagt er über sich. Menschen mit Behinderung die Möglichkeit zu geben, Leistung zu zeigen, ist auch eine wichtige Aufgabe der Inklusionsunternehmen. Dessen ist sich auch Joachim Kiefer bewusst: „Wir dürfen nicht darauf warten, dass Firmen lieber Menschen mit Behinderung einstellen statt die Ausgleichsabgabe zu zahlen. Wir freuen uns, wenn es so weit ist, aber solange machen wir schon mal weiter!“

Der fertige Clip von Marc Schneider ist unter www.iubw.de/marc-schneider zu sehen. Alle Infos zur Kampagne sind auf www.iubw.de zu finden.

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