Das Leckere muss ins Runde
Für den Landkreis Sigmaringen ist es die größte Investition in seiner Geschichte. Insgesamt rund 113 Millionen Euro flossen in den Neubau der Bertha-Benz-Schule. Entstanden ist ein moderner Berufsschul-Campus für bis zu 1.400 Schülerinnen und Schüler in gewerblichen, ernährungs- und sozialwissenschaftlichen Bildungsgängen. Der Neubau zeichnet sich durch nachhaltige Architektur und hohe ökologische Standards aus. Mitte Oktober wurde die Schule durch Landrätin Stefanie Bürkle offiziell eingeweiht.
Die gesunde und abwechslungsreiche Pausen- und Mittagsverpflegung in der Mensa, an Kiosken und auch über Automaten liefert die Insiva. Für das Inklusionsunternehmen der Habila, das sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt schafft, handelt es sich um den ersten Auftrag in diesem Landkreis. Regional bezogene und frische Lebensmittel sind ein Markenzeichen der Insiva. Dafür ist sie für die Sigmaringer Schulverpflegung eine Kooperation mit der Eingliederungs-Einrichtung Mariaberg eingegangen. Die Bäckerei der Bildungs- und Service GmbH Mariaberg produziert und liefert sämtliche Backwaren, die von der Insiva an der Bertha-Benz-Schule verkauft werden, frisch und mit kurzem Transportweg.
Die Insiva beschäftigt derzeit sechs Personen in der Mensa, die im runden und mit Holz verkleideten Hauptgebäude untergebracht ist. Zwei zusätzliche Teilzeitkräfte sind im Kiosk der etwa einen Kilometer entfernten Ludwig-Erhard-Schule im Einsatz, der als Außenstelle ebenfalls von der Insiva übernommen wurde. In der Schulmensa werden momentan rund 120 Mittagessen pro Tag ausgegeben. Zusätzlich zählt die Insiva rund 300 Kioskkontakte täglich. Deutlich mehr könnten es werden, wenn die begrenzte Zahl an Sitzplätzen in den Mensaräumen um den großen Terrassenbereich ergänzt wird, der im Frühjahr in Betrieb geht.
Michael Seilmeier, Gesamtbetriebsleiter Catering & Service bei der Insiva, ist mit dem Start ins neue Projekt sehr zufrieden. „Wir bekamen von Anfang an sehr positive Rückmeldungen“, berichtet er. Die Speisenauswahl und das optionale Salatbuffet kämen gut an. Sowohl unter den Schüler*innen wie unter den Lehrkräften und Mitarbeitern des Landratsamts, die häufig zum Essen in die Schulmensa kämen, habe man bereits Stammkundschaft gewonnen. Auch am Tag der offenen Tür, mit dem sich die neue Schule der Öffentlichkeit präsentierte, habe die Mensa mit Linsen, Spätzle und Saitenwürstle oder Maultaschen mit Kartoffelsalat punkten können, so Seilmeier. Sehr positiv sei auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Sigmaringen von der Auftragsvergabe bis zur Einweihung gewesen, hebt er hervor. Zwei weitere inklusive Arbeitsplätze wird die Insiva in der Bertha-Benz-Schule in Kürze noch besetzen.